Pax Christi

Das oberste Gremium der katholischen Laien in Bayern beschloss auf der Herbstvollversammlung einen Antrag von pax christi, in dem das Landeskomitee aufgefordert wird, sich bei den Bundestagsfraktionen für einen Abzug der in Deutschland stationierten Atomwaffen einzusetzen. Außerdem solle dafür geworben werden, ein neues multilaterales Abkommen "unter Einbeziehung der USA und Russland" zum Verbot der Stationierung von Kurz- und Mittelstreckenraketen in Europa zu erreichen. Dabei bezieht sich der Antrag explizit auf die Kündigung des sogenannten INF-Vertrags durch die USA im Februar 2019.

Der Beschluss im Wortlaut:

Unseren Beitrag leisten für eine Welt ohne Nuklearwaffen

Das Landeskomitee der Katholiken in Bayern setzt sich dafür ein, dass die von der Organisation Church and Peace' erarbeiteten Handlungsempfehlungen vom August 20191 zur Abschaffung von Nuklearwaffen Realität werden. Insbesondere setzt sich das Landeskomitee bei der Bundesregierung und bei den Bundestagsfraktionen ein

a) für den Beitritt Deutschlands zum völkerrechtlichen Vertrag zum Verbot von Nuklearwaffen (Treaty on the Prohibition of Nuclear Weapons – TPNW);
b) für ein neues multilaterales Abkommen unter Einbeziehung der USA und Russlands zum Verbot der Stationierung von Kurz- und Mittelstreckenraketen in Europa;
c) für den Abzug der in Deutschland stationierten Atomwaffen.

Von der Vollversammlung des Landeskomitees der Katholiken in Bayern am 16. November 2019 in Bamberg mehrheitlich beschlossen.

Church and Peace: „Für eine Welt ohne Nuklearwaffen – Ein Appell zum 74. Gedenktag des Atomwaffenabwurfs auf Hiroshima und Nagasaki am 6. und 9. August 1945" unter https://www.church-and-peace.org/wp-content/uploads/2019/08/PM-Appell-Welt-ohne-Nuklearwaffen07082019.pdf

Quelle: katholisch.de, Landeskomitee der Katholiken in Bayern / Foto: https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Unsere_Zukunft_Atomwaffenfrei_-_Demo_Büchel_2008-2.jpg

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