Pax Christi
Volles Haus im Marienheim beim Internationalen Abendessen von pax christi am 27. Januar – Sehr stark scheint im Augenblick die Sehnsucht nach internationaler Begegnung - danach, einfach zusammen zu sitzen, mit Menschen verschiedener Kulturen und Herkunft, gemeinsam zu essen, schöne Musik zu hören - und für Kinder zu spielen. Auch in diesem Jahr mussten beim Internationalen Abendessen im Marienheim wieder Zusatztische aufgebaut werden, gab es exotische Speisen, von denen außer den Köchen und Köchinnen selbst kaum jemand den Namen kennt. Erstmals in diesem Jahr half das Jugendzentrum bei der Organisation und dabei, den Saal festlich herzurichten. Die Veranstaltung begann mit einer Schweigeminute - Barbara Häußler (pax christi) erinnerte daran, dass der 27. Januar der Gedenktag der Befreiung des KZ Auschwitz ist. Dieser Tag erinnert an unsere Verantwortung für die Menschenrechte. Jeder Mensch, egal von welchem Volk oder aus welcher Religion, ob alt oder jung, gesund oder krank hat ein Recht auf Achtung und darauf überhaupt zu leben. Auch heute gibt es überall auf der Welt Menschen und politische Strömungen, die diese Verantwortung bewusst leugnen.

Das Zusammensein beim Internationalen Abendessen setzte bewusst ein Gegengewicht dazu. Während die Musiker indischen Band "Rooh" (dt. Seele) zunächst ca. 20 Minuten den Raum mit wunderschönen Klängen erfüllten, hatten die Zuhörenden Zeit, sich über das Zusammensein in Sicherheit zu freuen. Am Buffet, an den Tischen kamen Menschen aus vielen Ländern, z.B. Türkei,Griechenland, Indien, Syrien, Deutschland, Russland ... ins Gespräch über Gott und die Welt. Lustig wurde es, als Philippinas in Landestracht nach einem Tanz Menschen zu einem Hüpfspiel auf die Bühne baten. Neben anderen versuchten auch Bürgermeister Roland Schmitt und Ruth Braun vom JUZ ihr Glück beim rhythmischen Springen über bunte Stäbe. Durch ihr friedliches Spiel zeigten die vielen anwesenden Kinder allen, die auf sie schauten: "die Welt ist ein Dorf."

Unabhängig voneinander sagten mir eine deutsche und eine türkische Teilnehmerin; so etwas berührt zutiefst mein Herz. Die Türkin fügte hinzu; meist würden sich Menschen eines einzigen Herkunftslandes treffen. So ein Internationales Treffen wie beim pax christi Abendessen in Rottendorf ist sehr selten - und damit umso kostbarer.

Barbara Häußler

­