Pax Christi

Viele junge Menschen möchten nach der Schule, dem Studium oder der Ausbildung ein Jahr im Ausland verbringen. Dort lernen sie eine neue Sprache und Kultur intensiv kennen, arbeiten aber auch unentgeltlich als Freiwillige*r, um so der Gesellschaft „etwas zurückgeben“. Dies bietet pax christi mit den Freiwilligen Friedensdiensten unter einem ganz besonderen Aspekt an: Ein Freiwilliges Internationales Jahr in der Friedens- und Versöhnungsarbeit und mit benachteiligten und marginalisierten Bevölkerungsgruppen ein.

So arbeitete Alina letztes Jahr in Oświęcim: „Meine Einsatzstelle im Zentrum für Dialog und Gebet ist ein Ort für jeden, unabhängig von seiner Religion oder Nationalität, der sich mit der Geschichte vor Ort auseinandersetzten will. Es gibt die Möglichkeit, mit Zeitzeug*innen zu sprechen, die Konzentrationslager Auschwitz und Auschwitz-Birkenau zu besichtigen, an verschiedenen Workshops teilzunehmen und mit mir die Stadt Oświęcim und das jüdische Zentrum zu besichtigen.“

Andere befragen im Kosovo Zeitzeugen aus den Balkan-Kriegen oder bieten Debattierclubs für palästinensische Jugendliche an. So leisten sie ihren ganz persönlichen Einsatz für Frieden und Versöhnung und entscheiden sich in Zeiten von zunehmendem Nationalismus auch ganz bewusst für eigene Fremdheitserfahrungen.

Junge Menschen können sich ab jetzt für eine Ausreise im August 2020 bewerben. Weitere Informationen zu den verschiedenen Einsatzstellen in Polen, auf dem Balkan und in Übersee, zum Bewerbungsverfahren oder zu pax christi sind auf der Homepage pax-friedensdienste.de zu finden.

Anja van Lück und Judith Gebhardt

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