Pax Christi

Starkes Signal von Papst Franziskus – Zu den neu ernannten Kardinälen, die Papst Franziskus am 29.6.2018, dem Fest der Apostel Petrus und Paulus, in ihr neues Amt einführen wird, gehört der Patriarch der chaldäisch-katholischen Kirche, Louis Raphaël I. Sako. Als Erzbischof von Kirkuk (Irak) war er im Jahr 2011 auf Einladung von pax christi in Würzburg und sprach zum Thema „Wer sich nach Frieden sehnt, muss etwas für ihn tun – der Dialog der Religionen in Kirkuk“.

Der Diözesanvorstand von pax christi Würzburg hat deshalb dem künftigen Kardinal in einem Glückwunschschreiben alles Gute und Gottes Segen für seine neuen Aufgaben und für die Kirche im Irak ausgesprochen. Im Glückwunschschreiben heißt es u.a.: „Seit Sie bei uns in Würzburg waren, haben wir die Ereignisse im Irak und im Nahen Osten mit noch mehr Mitgefühl verfolgt. In unseren Friedensgebeten haben wir oft auch für den Irak gebetet.“

Mit der Ernennung des Patriarchen, so der Diözesanvorstand, sende Papst Franziskus ein starkes Signal in die Welt der Muslime wie in die der Christen, nämlich den von dem künftigen Kardinal seit langem eingeschlagenen Weg auch zu gehen: den Weg, sich persönlich zu kennen und sich zu respektieren, gemeinsam die Toten zu beweinen, die verletzten zu besuchen, den Weg der runden Tische zwischen den Religionen, den Weg des Dienstes am Frieden. Weiter heißt es: „Wir werden Sie als Beispiel für unsere Arbeit nehmen - denn auch hier in Deutschland haben die Menschen zunehmend die Neigung, denjenigen als Feind zu sehen, der nicht dieselbe Religion hat“.

Patriarch Sako, der in Religionswissenschaften promoviert ist, erhielt 2010 in Paris den internationalen Pax Christi-Friedenspreis für seine jahrelange interreligiöse Friedensarbeit in Kirkuk.

Dr. Stefan Silber, Mitglied im Diözesanvorstand pax christi Würzburg

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