Pax Christi

pax christi und sieben weitere Gruppierungen halten am Samstag, 08.08.20, von 11.00 bis 12.00 Uhr auf dem Domvorplatz in Würzburg eine Mahnwache. pax christi Vorsitzender Jürgen Herberich: "Der Bombenabwurf auf Hiroshima mit Tausenden von Toten und Verstümmelten steht für eine unvorstellbar grausame Kriegsführung. Selbst dieses Massensterben war begleitet von Segensritualen zum Abflug der Bomber. In Büchel sind noch immer 20 amerikanische atomare Massenvernichtungswaffen gelagert. Jetzt muss der UN-Vertrag über das Verbot von Atomwaffen unterzeichnet und ratifiziert werden!"

Aufruf zum 75. Jahrestag der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki

Am 6. bzw. 9. August vor 75 Jahren wurden zwei Atombomben auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki abgeworfen. Bis heute hat dieser Angriff mehr als 250.000 Menschenleben gefordert. Diese Toten mahnen uns, die katastrophalen humanitären Folgen von Atomwaffen zu erkennen und für deren Abschaffung einzutreten.

Noch immer existieren über 13.000 Atomwaffen bei den Atommächten, allen voran die USA und Russland, auch bei EU-Staaten (Frankreich, Großbritannien besitzen ein Arsenal von 500 Nuklearsprengköpfen). Noch immer werden Milliarden in die „Modernisierung“ dieser Waffen- und Trägersysteme investiert, auch in Büchel (Rheinland-Pfalz). Die Bundesregierung will dafür neue Flugzeuge als Atomwaffenträger anschaffen, um u.a. die sog. „Nukleare Teilhabe“ (Mitsprache bei Zielplanung und Einsatz von Atomwaffen) Deutschlands für die Zukunft zu garantieren.

Wir fordern daher die Bundesregierung auf:

  • Keine Anschaffung neuer atomarer Trägersysteme 
  • Verschrottung statt Modernisierung von Atomwaffen
  • Ausstieg aus der „Atomaren Teilhabe“ und Abzug der US-Atomwaffen
  • Unterzeichnung und Ratifizierung des UN-Vertrags über das Verbot von Atomwaffen

Bisher haben 81 Staaten diesen Atomwaffenverbotsantrag unterzeichnet, 38 haben ihn ratifiziert. Auch viele Städte, darunter Würzburg, haben den Aufruf zum Verbotsantrag unterschrieben.

Unterzeichner dieses Aufrufs: Florakreis Würzburg, pax christi Diözesanverband Würzburg, Ökopax, Die Linke, Deutsche Friedensgesellschaft/Vereinigte Kriegsdienstgegner*innen, Greenpeace, Weltladen, DGB Kreisverband

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