dialogRäume – eine praktikable Methode der Auseinandersetzung auf Augenhöhe

Am Samstag, den 2. August, fand im Würzburger Rudolf-Alexander-Schröder-Haus eine Multiplikator*innen-Schulung der Kommission Aktive Gewaltfreiheit von pax christi Deutschland statt. Die Arbeitshilfe soll dabei helfen, dialogRÄUME vorzubereiten und durchzuführen, damit über gesellschaftlich relevante und kontroverse Themen respektvoll gesprochen werden kann. Die Struktur ist leicht zu erlernen und niedrigschwellig für Teilnehmende.

Drei Grundregeln:

    • Jede*r hört allen aufmerksam zu.
    • Jede*r hat die gleiche Redezeit.
    • Jede*r kommt zu Wort und wird nicht unterbrochen.

dialogRÄUME können unterschiedliche Schwerpunkte haben:

1) Erzählen & Zuhören: Austausch von Erfahrungen, Haltungen und Werten, um sich besser kennenzulernen. Geeignete Fragen: „Wie geht es dir mit…?“, „Was ist dir wichtig?“. Es geht darum, gehört und gesehen zu werden. Diskussionen oder Bewertungen sind zu vermeiden.

2) Nachdenken & Argumentieren: Je nach Rahmen folgt eine Runde, in der Ideen und Argumente ausgetauscht werden. Ziel kann ein Konsens oder Kompromiss sein.

(Eine Sanduhr begrenzt jeweils die Redezeit, ein Rede-Stein erinnert daran, dass nur spricht, wer ihn in der Hand hält. In einer Abschlussrunde äußern sich Teilnehmende, wie es ihnen ergangen ist.)

Beispielthemen: „Sind private Flugreisen heute noch vertretbar?“, „Kirchenaustritt – ja oder nein?“, „Soll in Kitas/Schulen nur vegetarisches Essen angeboten werden?“. Zwei Teilnehmende durften den letzten Themenschwerpunkt moderieren, was aufgrund der klaren Struktur problemlos möglich war.

So wurde der Ansatz dieser Arbeitshilfe für uns Teilnehmende sehr anschaulich und praxisnah vermittelt und zwei von uns waren bereit, den Gedankenaustausch zum letzten der drei Themen zu moderieren. Die klare Struktur sowie die vorgegebenen Regeln vermittelten einen Rahmen, der den Moderator*innen als auch den Teilnehmer*innen eine leicht zu erlernende Möglichkeit zeigte, solche dialogRÄUME zu moderieren. In einem Klima der Wertschätzung und des Vertrauens ergab sich so ein Austausch, in dem auch ganz persönliche Erfahrungen Raum hatten, was zu dem Gefühl führte sich gehört und gesehen zu fühlen.

(Eva Steinmetz)

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