Pax Christi

pax christi kritisiert zunehmende Kriegsrhetorik. Jeder Tag von Russlands Krieg gegen die Ukraine, wie jeder Tag in jedem Krieg ohne Waffenstillstand, ist ein verlorener Tag, verlängert nur und vervielfacht das menschliche Leid und Elend der betroffenen Zivilbevölkerung(en) und Soldat:innen.

 Die pax christi-Kommission Friedenspolitik kritisiert die Forderung des Außenbeauftragten der Europäischen Union, Josep Borrell, den „Schwerpunkt auf Waffenlieferungen“ zu legen, da der Krieg „in der Schlacht um den Donbass entschieden“ werde. Kritisch sieht und beurteilt die Kommission auch entsprechende Äußerungen prominenter Regierungsmitglieder der Ampelkoalition, der Opposition und auch von Vertreter:innen der Kirchen.

 Statt als Chefdiplomat der EU mit diplomatischen Mitteln zu wirken, setzt Borrell auf Krieg zur Entscheidung des Ukraine-Konflikts und vertritt eine Militärlogik, die keinen Ausweg aus dem Teufelskreis der Zerstörung erkennen lässt. Damit aber wird die Gefahr größer, dass die EU zur Kriegspartei wird. Die gegenseitige Unversöhnlichkeit wird auf die Spitze getrieben, die Kriegsparteien nehmen keine Rücksicht auf ihre Fürsorgepflicht, selbst gegenüber der eigenen Zivilbevölkerung. Die bellizistischen Töne und Initiativen könnten sich als kritischer Schritt zu einem Dritten Weltkrieg erweisen.

Rückkehr zur Vernunft verantwortlicher Arbeit am Verhandlungstisch ist die eigentliche Herausforderung der Europäischen Politik, nicht die Befeuerung und Verlängerung des Krieges durch das Liefern schwerer Waffen und auch nicht das Zuwarten auf eine „Entscheidung in der Schlacht“. Im Übrigen wird das nachweisliche Potenzial in der Ukraine zu einem „Weder-Krieg-noch-Kapitulation!“, zu aktiv-gewaltfreiem zivilem Widerstand, bisher kaum gesehen, geschweige denn aktiviert, organisiert und eingesetzt. pax christi vertraut beharrlich auf die Wirkkraft solch aktiver Gewaltfreiheit, die sich in einer Welt zunehmender globaler Krisen in Jahrzehnten entwickelt und vielfach bewährt hat. 

„Man höre auf, die Muskeln spielen zu lassen, während die Menschen leiden“, bringt es Papst Franziskus in seiner Osterbotschaft 2022 zum Ausdruck. Damit stellt er sich in die Tradition von Papst Benedikt XV, der sich insbesondere mit seinem Friedensappell von 1917 für ein Ende des Ersten Weltkriegs eingesetzt hatte.

Nur wenn die Waffen schweigen, sehen wir wieder einen Grund zur Hoffnung für die Menschen in der Ukraine und in Russland und auch für die Millionen, die in Afrika und im Nahen Osten infolge des Krieges um die Ukraine vom Verhungern bedroht sind.

 pax christi-Kommission Friedenspolitik

Nicht Öl ins Feuer! Die Waffen nieder!

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Vision 2040: Sicherheit neu denken - Eine zivile Sicherheitspolitik

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