Pax Christi
Foto: pax christi Würzburg

Ajsa Babacic vom pax christi Partnerschaftsprojekt hat Barbara Häußler einen Bericht über die Arbeit von Mirna Luka im Jahr 2019 übermittelt.

Hier ein paar Auszüge des Briefes: Tag für Tag werden die Menschen in Bosnien-Herzegowina Zeugen von Menschenrechtsverletzungen. Schwer ist es hier, alle Probleme aufzuzählen. In Zusammenarbeit mit der Rechtsanwältin Xenia Bodlovic-Zusic arbeiten wir hart um allen zu helfen, die sich an uns wenden. ... Neben den Workshops und der Rechtsberatung ist ein Teil unserer Arbeit auch humanitär ausgerichtet. Dank der Johanniter-Unfallhilfe erhält eine große Zahl unserer Bürger wichtige Hilfe. ... Und zum Schluss danken wir Euch erneut für jede Form der Hilfe. Ohne Eure Hilfe wäre unsere Arbeit nicht möglich.

Hier finden Sie den ganzen Bericht in Wort und Bild als pdf zum Herunterladen.

Foto: © Ralf Schlesener

Im Sommer 2019 hingen in Berlin-Mitte in der U-Bahn-Station „Französische Straße“ die Plakatmotive der Kampagne "Made in Germany". Darauf zeigte die "Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel!", wie deutsche Rüstungsexporte in Krisenregionen Unterdrückung, Krieg und Gewalt ermöglichen.

Mit Rüstungsexporten in Krisenregionen verändert Deutschland das Gesicht dieser Welt – zum Beispiel in Syrien und im Jemen. Dort kommen Waffen und Rüstungsgüter zum Einsatz, an deren Herstellung deutsche Unternehmen beteiligt waren. Deutsche Rüstungsexporte in Krisenregionen ermöglichen Unterdrückung, Krieg und Gewalt.

Das widerspricht dem Friedensgebot des Grundgesetzes! Deshalb setzt sich die »Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel!« für ein grundsätzliches Rüstungsexportverbot ein.

pax christi ist eine der Trägerorganisationen der KampagneAktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel!“. 

„Dies ist unsre Freiheit, die richtigen Namen nennend“ (Hilde Domin) – Am 3. Oktober 2019 lud der Diözesanverband pax christi Würzburg zusammen mit dem Eine-Welt-Kreis St. Burkard zu seinem diesjährigen Friedensweg ein. Der Friedensweg führte von der Würzburger Festung durch das ehemalige Landesgartenschaugelände bis nach St. Burkard und wurde mit literarischen Texten und Musik gestaltet. Den musikalischen Part übernahm Bernhard von der Goltz mit Improvisationen auf der Gitarre.

Der Gebrauch von Atomwaffen ist unmoralisch – Am 16. März 2019 fand in Würzburg die Diözesanversammlung von pax christi im Bistum Würzburg statt. Vor der Versammlung beschäftigten sich die Delegierten in einem Workshop mit Handlungsmöglichkeiten, wie man gewaltfrei auf menschenfeindliche und rassistische Parolen reagieren kann. Die Leitung des Workshops hatte Christine Böckmann, pax christi-Mitglied aus Magdeburg, Diplom-Theologin und Trainerin für gewaltfreie Konfliktaustragung.Neben den Wahlen, bei denen Martina Reinwald (Zell am Main) für weitere drei Jahre als Diözesanvorsitzende und Dr. Stefan Silber (Sailauf) ebenfalls für drei Jahres als Mitglied im Diözesanvorstand bestätigt wurden gab es Berichte und Austausch zu aktuellen Themen und Planungen.Eines der Anliegen der Versammlung war das Thema Atomwaffen. Die Delegierten wollen aus der Diözesanversammlung heraus die vor kurzem eingegangene Nachricht aus Italien von einem Treffen pax christi Italien mit Papst Franziskus einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung stellen; ergänzt wird dies durch eine Positionierung des pax christi-Präsidenten Deutschlands, Bischof em. Heinz Josef Algermissen.

Der laute Schrei nach Gerechtigkeit und die stille Hilfe für die Friedensstifter – Gleich zweimal war im November und Dezember eine Delegation von pax christi Würzburg in der bosnischen Stadt Banja Luka, der Hauptstadt der Republika Srpska. Im Bosnien Krieg wurden 90% der hier lebenden Katholiken und Muslime vertrieben. Zwei Drittel der ca. 220 000 Menschen umfassenden Stadtbevölkerung sind aus anderen Landesteilen vertriebene Serben. Es herrscht eine Arbeitslosigkeit von ca. 60 Prozent. Die Sozialgesetzgebung ist unzureichend. Die Regierung korrupt. Die Polizei wird geleitet von dem Kriegsverbrecher Dragan Lukac. Im Winter ist die Not am größten. Etliche Menschen hungern, in vielen Wohnungen herrscht eisige Kälte.

Heiligsprechung – Für sehr viele Menschen in El Salvador geht am Sonntag, den 14. Oktober ein großer Wunsch in Erfüllung: Ihr Nationalheld Oscar Romero wird im Vatikan Heilig gesprochen. Romero war 1917 als Sohn eines Fernmeldearbeiters geboren, studierte Theologie bei den Jesuiten, wurde Priester und 1970 Erzbischof in der Hauptstadt San Salvador.

Friedenspädagogik – Gewalt – aus Angst in die Welt gesetzt – erzeugt wieder Gewalt … und daraus folgt: Noch mehr Gewalt. So wird die Spirale der Gewalt in einem Sprichwort beschrieben. Aber was soll man tun, wenn man mit Gewalt konfrontiert wird - sich alles gefallen lassen? Das muss nicht sein, sagt die Politikwissenschaftlerin Susanne Luithlen.

Starkes Signal von Papst Franziskus – Zu den neu ernannten Kardinälen, die Papst Franziskus am 29.6.2018, dem Fest der Apostel Petrus und Paulus, in ihr neues Amt einführen wird, gehört der Patriarch der chaldäisch-katholischen Kirche, Louis Raphaël I. Sako. Als Erzbischof von Kirkuk (Irak) war er im Jahr 2011 auf Einladung von pax christi in Würzburg und sprach zum Thema „Wer sich nach Frieden sehnt, muss etwas für ihn tun – der Dialog der Religionen in Kirkuk“.

Pilger und Begegnungsreise zum Monte Sole bei Bologna – Ein gutes Dutzend Interessierte fuhren in der Pfingstwoche auf Einladung des Referates Geistliches Leben im Bistum Würzburg und des Diözesanverbandes von pax christi Würzburg zum Monte Sole bei Bologna. Die wenigsten Deutschen wissen, welch schreckliche Massaker Ende 1944 von deutscher Waffen-SS unterstützt von italienischen Faschisten entlang des Apennin verübt wurden.

Susanne Luithlen, Leiterin Fachgruppe Sector Strategy, Knowledge and Learning der Welthungerhilfe,vorher Leiterin der Akademie für Konflikttransformation im Forum Ziviler Friedensdienst sprach im Matthias-Ehrenfried-Haus Würzburg auf Einladung von pax christi im Bistum Würzburg.

Volles Haus im Marienheim beim Internationalen Abendessen von pax christi am 27. Januar – Sehr stark scheint im Augenblick die Sehnsucht nach internationaler Begegnung - danach, einfach zusammen zu sitzen, mit Menschen verschiedener Kulturen und Herkunft, gemeinsam zu essen, schöne Musik zu hören - und für Kinder zu spielen. Auch in diesem Jahr mussten beim Internationalen Abendessen im Marienheim wieder Zusatztische aufgebaut werden, gab es exotische Speisen, von denen außer den Köchen und Köchinnen selbst kaum jemand den Namen kennt. Erstmals in diesem Jahr half das Jugendzentrum bei der Organisation und dabei, den Saal festlich herzurichten. Die Veranstaltung begann mit einer Schweigeminute - Barbara Häußler (pax christi) erinnerte daran, dass der 27. Januar der Gedenktag der Befreiung des KZ Auschwitz ist. Dieser Tag erinnert an unsere Verantwortung für die Menschenrechte. Jeder Mensch, egal von welchem Volk oder aus welcher Religion, ob alt oder jung, gesund oder krank hat ein Recht auf Achtung und darauf überhaupt zu leben. Auch heute gibt es überall auf der Welt Menschen und politische Strömungen, die diese Verantwortung bewusst leugnen.

pax christi – Partnerorganisation „Mirna Luka“ organisierte Verteilung von 2700 Paketen – Über 20 Jahre sind die Balkankriege vorbei - doch sie zeigen schreckliche Auswirkungen bis heute. Groß ist die menschliche und materielle Not besonders in der Hauptstadt der Republika Srpska. Zwei Drittel der Stadtbewohner sind aus anderen Gebieten der ehemaligen Balkanstaaten vertriebene Serben. Die meisten von ihnen haben bis heute keine Arbeit gefunden – wie Menschen der Minderheiten der Muslime und Katholiken.

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