Pax Christi
Erklärung des pax christi-Präsidenten Bischof Heinz Josef Algermissen, Fulda, anlässlich des 72. Jahrestages der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki – Der Beschluss eines Atomwaffen-Verbotsvertrages durch die Vereinten Nationen am 7. Juli 2017 ist ein historischer Tag. 72 Jahre nach dem Abwurf von Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki mit verheerenden Folgen ist damit ein großer Schritt zur Abschaffung dieser Massenvernichtungswaffen getan. Nach Jahrzehnten stockender Abrüstung sendet die überwältigende Mehrheit der Staaten durch diese internationale Vereinbarung eine deutliche Botschaft vor allem an die Atomwaffenstaaten: Der bisherige Sonderstatus der Atommächte ist nicht länger akzeptabel. Das neue völkerrechtlich verbindliche Abkommen verbietet neben der Herstellung, dem Einsatz und Besitz auch die Drohung mit einem Nuklearschlag sowie die Stationierung von Atomwaffen in anderen Staaten. Damit wird eine bestehende völkerrechtliche Lücke geschlossen. Chemie-, Biowaffen und Landminen waren schon länger verboten, paradoxerweise aber die schrecklichsten und gefährlichsten Massenvernichtungswaffen nicht. Mit dem Verbot kommt das Völkerrecht der schon 1965 vom Zweiten Vatikanischen Konzil geforderten Verwerfung jeder Art von Massenvernichtungswaffen nach. „Jede Kriegshandlung, die auf die Vernichtung ganzer Städte oder weiter Gebiete und ihrer Bevölkerung unterschiedslos abstellt, ist ein Verbrechen gegen Gott und gegen den Menschen, das fest und entschieden zu verwerfen ist.“ (Pastoralkonstitution Gaudium et Spes, Nr. 80).

pax christi-Erklärung des Geschäftsführenden Vorstands vom 20. Dezember 2016 – pax christi begrüßt die Resolution des UN-Sicherheitsrates vom Montag, 19. Dezember, zu Syrien. Danach wird die UNO eine Beobachtermission in Aleppo stationieren, die die Evakuierung aus den Teilen Aleppos überwacht, die vor kurzem von der syrischen Armee erobert wurden. Die auf eine französische Initiative zurückgehende Resolution stärkt das Völkerrecht und die Rolle der UNO bei der Vermittlung im Syrienkrieg. pax christi fordert flankierend internationale Verhandlungen über weitere Waffenstillstände und fordert von der Bundesregierung, keine Waffen mehr aus Deutschland an Länder zu liefern, die aktiv Kriegsparteien in Syrien sind.

Erklärung des pax christi-Präsidenten Bischof Heinz Josef Algermissen, Fulda, zum Internationalen UN-Friedenstag am 21. September 2016 – Die Produktion und der Handel mit Waffen gefährden weiterhin den Frieden. Durch Rüstungsunternehmen wie Rheinmetall, Thyssen Krupp, Krauss-Maffei Wegmann/Nexter, Diehl oder Airbus Defence & Space existiert in Deutschland ein Industriezweig, der durch Entwicklung, Produktion und Verkauf von Waffen Geld verdient. Waffen sind indes keine Waren wie alle anderen, sondern sind Mittel, mit deren Hilfe Kriege geführt werden. Waffenlieferungen sind nur dorthin möglich, wo eine grundsätzliche Bereitschaft besteht, politische Konflikte notfalls auch mit militärischen Mitteln zu klären. Sie verändern regionale Machtverhältnisse und schaffen ein Klima des Unfriedens, in dem das Gefühl der subjektiven Bedrohung mit dem Erwerb von Waffen wächst. Waffenlieferungen stehen so in der Gefahr, ein Wettrüsten auszulösen und eine nachhaltige Entwicklung, die Grundlage sozialen Friedens, zu verhindern.

Vollversammlung von pax christi Würzburg – Aschaffenburg: Bei der Vollversammlung des Diözesanverbandes von pax christi am 18.2.2017 im Aschaffenburger Martinushaus stand vor allem die Diskussion um den Beschluss des Verbands der Diözesen Deutschland (VDD), bereits ab 2018 die finanzielle Förderung für pax christi einzustellen, im Mittelpunkt. Damit würden etwa 20% der zur Verfügung stehenden Geldmittel wegfallen.

Pax Christi international hat einen Brief an Trump geschrieben –

pax christi-Bundesvorsitzende zum Weißbuch der Bundesregierung – „Unsere Kritik am Weißbuch ist grundsätzlich“, betont die pax christi-Bundesvorsitzende Wiltrud Rösch-Metzler bei der Vorstellung der Antwort des Friedensnetzwerks „Kooperation für den Frieden“. „Wir wollen keine Sicherheitspolitik, sondern eine neue Friedenspolitik. Die Bundesregierung setzt mit ihrem Weißbuch dagegen auf Aufrüstung, auf eine Steigerung des Verteidigungshaushalts, auf neue Waffen, auch auf Killerdrohnen und auf mehr Soldaten. Sie will unter dem Stichwort deutsche Verantwortung mehr Militäreinsätze der Bundeswehr im Ausland und ignoriert die Misserfolgs-Erfahrungen aus den bisherigen Auslandseinsätzen. Ein Beispiel: Nach fast 15 Jahren militärischem Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr ist es nicht gelungen, dort eine friedliche Zukunft zu schaffen. Zivilisten sind gefährdet und flüchten aus Afghanistan. Wir verstehen deutsche Verantwortung als Verantwortung für Gerechtigkeit und Frieden in der Welt. Dies geschieht durch Abrüstung, zivile Konfliktlösungen, Entspannungspolitik und gerechte Handelsstrukturen. Alle politischen Anstrengungen müssen auf das Weltgemeinwohl gerichtet sein, um einer Globalisierung der Gleichgültigkeit vorzubeugen.“

Mitgliederversammlung von pax christi Diözesanverband Würzburg – Die Ärztin Abir Mangels berichtet in ihrem Vortrag über ihre Tätigkeit in Jordanien mit der Organisation "Antlantic Humanitarian Relief"Martinushaus, Achaffenburg, Treibgasse 2611:00 Uhr

Herzlichen Glückwunsch – Am 4. April 2016 wurde Monsignore Luigi Bettazzi, früherer Präsident vonPax Christi Italien und Pax Christi International (1978 85) mit derEhrenbürgerschaft der Stadt Bologna (Italien) für seine Hingabe zurStärkung einer weltweiten Friedenskultur und Solidarität und für dieFörderung von Menschenrechten ausgezeichnet. Während seiner Amtszeit alsPräsident von Pax Christi International schuf er Friedensinitiativen inLateinamerika und auf der Südhalbkugel.

Bischof Algermissen unterstützt Aufruf des forumZFD Für eine Politik der Vernunft - Aufrüstungsspirale stoppen - Frieden und Gerechtigkeit fördern – Heinz Josef Algermissen, der pax christi-Präsident in Deutschland und Bischof von Fulda, ruft die Kandidatinnen und Kandidaten für den Bundestag auf, im Wahlkampf auf populistische Vorschläge zur inneren und äußeren Sicherheit zu verzichten. Auf Initiative des forumZFD plädieren insgesamt 30 Erstunterzeichner*innen: „Für eine Politik der Vernunft - Aufrüstungsspirale stoppen - Frieden und Gerechtigkeit fördern“. Von der nächsten Bundesregierung erwarten sie eine zivile Friedenspolitik und mehr Einsatz für demokratische Beteiligung und soziale Gerechtigkeit.Die deutsche Sektion der internationalen katholischen Friedensbewegung pax christi hat das forumZFD mitgegründet. Die pax christi-Diözesanverbände Aachen, Essen, Freiburg, Köln, Limburg, Mainz, München, Münster, Paderborn und Rottenburg-Stuttgart und die deutsche Sektion gehören zu den Mitgliedsorganisationen, die das Forum Ziviler Friedensdienst e.V. tragen.Bitte unterzeichnen auch Sie den Aufruf! Jetzt unterzeichnen!

Demokratische Grundrechte müssen auch für eine regierungskritische, unabhängige Zivilgesellschaft gelten. – Israelische Nichtregierungsorganisationen, die sich für den Respekt von Menschenrechten und humanitärem Völkerrecht im israelisch-palästinensischen Konflikt einsetzen, geraten im eigenen Land zunehmend unter Druck. Mit neuen Gesetzesinitiativen versucht die israelische Regierung aktiv, die Arbeit der Organisationen zu diskreditieren und zu behindern. Gleichzeitig werden Mitarbeiter/innen und Unterstützer/innen von siedlernahen Organisationen und rechtsgerichteten Politiker/innen diffamiert und bedroht. „Die demokratischen Handlungsspielräume in Israel sind ernsthaft in Gefahr“, betont Dr. Manfred Budzinski, Sprecher der Nahost-Kommission von pax christi. „Zivilgesellschaftliches Engagement, besonders auch als kritische Stimme gegenüber der Regierung, ist eine unabdingbare Voraussetzung für eine funktionierende demokratische Gesellschaft. Regierungen demokratisch verfasster Staaten haben die Pflicht, Grundrechte wie das Recht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit sowie auf Information zu schützen.“

Grußwort des Nuntius zum Aktionskongress Stoppt den Waffenhandel – "Die Zunahme der gewalttätigen Auseinandersetzungen führt dazu, daß die Waffenproduktion und deren Exporte zunehmen und einen Ritus der Gewalt schaffen, dem entschieden widersprochen werden muss. Von jeher haben sich katholische Verbände in Deutschland und ausdrücklich Pax christi in Anlehnung an die Bergpredigt des Herrn dafür eingesetzt: "Frieden schaffen ohne Waffen!" Es geht dabei nicht um ein verklärtes Weltbild, sondern um den Einsatz für den Mehrwert des Lebens, das religiös, sozial, kulturell und solidarisch auf das Gute hin angelegt ist. Jede Gewalttat daher eine Verweigerung des Guten!" so heißt es im Grußwort des Nuntius zur Aktionskonferenz Stoppt den Waffenhandel, die pax christi für die Kampagne "Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel!" ausrichtet.Als Vertreter des Heiligen Vaters Franziskus in der Bundesrepublik Deutschland wünscht Erzbischof Dr. Nikola Eterović der Aktionskonferenz "Stoppt den Waffenhandel", die am 3./4. März 2017 inFrankfurt tagt, einen guten Verlauf und hofft, dass sie dazu beiträgt, Jesu Wort in die Tat umzusetzen: "Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Kinder Gottes genannt werden" (Mt 5,9).

Erklärung des pax christi-Präsidenten Bischof Heinz Josef Algermissen, Fulda, anlässlich des 71. Jahrestages der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki – 71 Jahre nach den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki und angesichts des anhaltenden Risikos einer nuklearen Katastrophe drängt die katholische Friedensbewegung pax christi fortwährend auf eine generelle Abschaffung aller Atomwaffen. Dabei wissen wir uns eins mit der Friedensbotschaft der Päpste und mit der überwältigenden Mehrheit der deutschen Bevölkerung, die einer Forsa-Umfrage vom 21.03.2016 zufolge zu 93 % dafür eintritt, dass Atomwaffen, ähnlich wie chemische und biologische Waffen, völkerrechtlich verboten werden sollen. Jeglicher Einsatz von Kernwaffen hätte eine schwere Katastrophe mit weltweit verheerenden Auswirkungen auf Menschen, die gesamte Kreatur und das Klima zur Folge, die das Ausmaß an Zerstörung und Verwüstung in Hiroshima und Nagasaki weit übertreffen würde. Folglich ist die Aufrechterhaltung der atomaren Abschreckung eine willkürliche Politik des Kalkulierens mit nicht zu verantwortenden Folgen. Schon der Besitz solcher Waffen mit dem in Kauf genommenen Einsatzrisiko und der immensen Ressourcenverschwendung muss geächtet werden.

­