Pax Christi
Streichung der pax christi Mittel durch Bischöfe – Die Deutsche Sektion von pax christi hat an die Deutschen Bischöfe appelliert, die Streichung der Fördermittel für die deutsche Sektion von pax christi zurückzunehmen. Ab 2018 will der Verband der Diözesen Deutschlands (VDD) die Friedensbewegung pax christi von der Liste derer streichen, die Zuschüsse aus Kirchensteuern erhalten. Fehlt der Zuschuss der Katholischen Kirche, gefährdet dies die einzig verbliebene inhaltliche Stelle der pax christi-Sektion, nämlich die unserer hauptamtlichen Generalsekretärin.Nun hat auch das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) zur Mittelstreichung Stellung genommen. Die Pressemitteilung des ZDK im Wortlaut:

pax christi International – Hunderte Bürgerinnen und Bürger der USA unterzeichnen einen Appell, "die Welt zu überraschen" und sich für nukleare Abrüstung einzusetzen. Unterstützung dafür gabs auch aus der Diözese Würzburg.

Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel! zum heute im Bundeskabinett verabschiedeten Rüstungsexportbericht für das 1. Halbjahr 2016 – Die ‚Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!‘ fordert mit einer Unterschriftenaktion ein gesetzliches Verbot für den Export von Kleinwaffen und der zugehörigen Munition.„Die sich wie ein Mantra wiederholenden Behauptungen von Wirtschaftsminister Gabriel, besonders zurückhaltend bei der Genehmigung von Rüstungsexporten zu sein, verkommen angesichts der neuen Rekordzahlen immer mehr zu reinen Lippenbekenntnissen", so Paul Russmann, Geschäftsführer von Ohne Rüstung Leben und Sprecher der ‚Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel!.‘ Russmann: „Auf Platz eins der Empfängerländer deutscher Kriegswaffen steht Algerien, auf Platz drei Saudi-Arabien. Wer sich die Situation in diesen Ländern vor Augen führt, kann nicht mit gutem Gewissen behaupten, deutsche Rüstungsexporte dorthin seien unbedenklich."

Zum Tag der Bundeswehr am 11.6.2016: – Am kommenden Wochenende wird die Bundeswehr an verschiedenen Standorten den „Tag der Bundeswehr“ durchführen. Er „bietet einmal im Jahr eine bundesweite Plattform für den Austausch zwischen Bundeswehr und Gesellschaft.“, so das Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) in seinem Portal. Dies scheint auch notwendig, denn: „Der Wandel der Bundeswehr von der Wehrpflichts- zur Freiwilligenarmee und die Reduzierung des Umfangs der Streitkräfte unter Aufgabe vieler Standorte haben dazu geführt, dass der Bezug der Gesellschaft zu ihren Streitkräften spürbar geringer geworden sei – so beschreibt es der Jahresbericht der Jugendoffiziere vom 12.5.2016. „Real ist der Tag der Bundeswehr ein Tag der Akzeptanzförderung und der Werbung für die Bundeswehr. Über die die Gefahren für das Leben der Soldat/innen, aber auch die Sinnhaftigkeit vieler Einsätze wird dabei hinweggegangen“, kommentiert Peter Heim, der Sprecher der pax christi-Kommission Friedensbildung.

Erinnerung ist heilsam, Präsenz verwandelt. Aus diesem Blickwinkel führt die Pilger- und Begegnungsreise an das ungeheure Verbrechen, das im Herbst 1944 von Angehörigen der Waffen-SS an der italienischen Zivilbevölkerung in der Monte Sole Region verübt wurde. Die Reise ist eine Kooperation der Diözesanverbände pax christi Rottenburg-Stuttgart und Würzburg mit dem Referat Geistlich(es) Leben.

pax christi war dabei – Verdun steht heute für die Sehnsucht nach Frieden und für deutsch-französische Freundschaft, betonte Bundeskanzlerin Angela Merkel beim Staatsakt zum Hundertjahrgedenken der Schlacht um Verdun am 29. Mai 2016 in Douaumont. Hundert Jahre später würden die Opfer dieser Schlacht nicht mehr nach Nationalitäten und Religionen unterschieden, erwiderte Staatspräsident François Hollande. Frankreich und Deutschland hätten heute die Verantwortung die Verteidigung des Kontinents sicherzustellen und Menschen aufzunehmen, die Schutz suchen. 3400 Jugendliche aus Frankreich und Deutschland, die aus den Wäldern auf das Gräberfeld stürmten, brachten, in einer beeindruckenden Chorographie, Leben auf den riesigen Soldatenfriedhof. Die gesamte Zeremonie wurde von Volker Schlöndorff inszeniert.

"Brisante Situation der Bundeswehr" – „Die Bundeswehr ist eine demokratische Armee, da sie parlamentarisch kontrolliert wird, aber in den letzten Jahren ist sie von einer Verteidigungsarmee in eine Einsatzarmee umgewandelt worden – das ist für die Soldaten brisant und gefährlich, denn bei diesen Einsätzen im Ausland müssen sie gegebenenfalls auch töten.“ Auf diese veränderte Situation der deutschen Bundeswehrsoldaten hat Bischof Heinz Josef Algermissen jüngst im Bonifatiushaus in Fulda hingewiesen. Der Oberhirte äußerte sich im Rahmen einer Podiumsdiskussion zum Thema „Im Spannungsfeld von Verteidigung, Konfliktbewältigung und Ethik: Soldat sein heute“, an der er in seiner Eigenschaft als Präsident der deutschen Sektion der katholischen Friedensbewegung „Pax Christi“ teilnahm.

Erklärung des pax christi-Präsidenten Bischof Heinz Josef Algermissen, Fulda, anlässlich des 72. Jahrestages der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki – Der Beschluss eines Atomwaffen-Verbotsvertrages durch die Vereinten Nationen am 7. Juli 2017 ist ein historischer Tag. 72 Jahre nach dem Abwurf von Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki mit verheerenden Folgen ist damit ein großer Schritt zur Abschaffung dieser Massenvernichtungswaffen getan. Nach Jahrzehnten stockender Abrüstung sendet die überwältigende Mehrheit der Staaten durch diese internationale Vereinbarung eine deutliche Botschaft vor allem an die Atomwaffenstaaten: Der bisherige Sonderstatus der Atommächte ist nicht länger akzeptabel. Das neue völkerrechtlich verbindliche Abkommen verbietet neben der Herstellung, dem Einsatz und Besitz auch die Drohung mit einem Nuklearschlag sowie die Stationierung von Atomwaffen in anderen Staaten. Damit wird eine bestehende völkerrechtliche Lücke geschlossen. Chemie-, Biowaffen und Landminen waren schon länger verboten, paradoxerweise aber die schrecklichsten und gefährlichsten Massenvernichtungswaffen nicht. Mit dem Verbot kommt das Völkerrecht der schon 1965 vom Zweiten Vatikanischen Konzil geforderten Verwerfung jeder Art von Massenvernichtungswaffen nach. „Jede Kriegshandlung, die auf die Vernichtung ganzer Städte oder weiter Gebiete und ihrer Bevölkerung unterschiedslos abstellt, ist ein Verbrechen gegen Gott und gegen den Menschen, das fest und entschieden zu verwerfen ist.“ (Pastoralkonstitution Gaudium et Spes, Nr. 80).

pax christi-Erklärung des Geschäftsführenden Vorstands vom 20. Dezember 2016 – pax christi begrüßt die Resolution des UN-Sicherheitsrates vom Montag, 19. Dezember, zu Syrien. Danach wird die UNO eine Beobachtermission in Aleppo stationieren, die die Evakuierung aus den Teilen Aleppos überwacht, die vor kurzem von der syrischen Armee erobert wurden. Die auf eine französische Initiative zurückgehende Resolution stärkt das Völkerrecht und die Rolle der UNO bei der Vermittlung im Syrienkrieg. pax christi fordert flankierend internationale Verhandlungen über weitere Waffenstillstände und fordert von der Bundesregierung, keine Waffen mehr aus Deutschland an Länder zu liefern, die aktiv Kriegsparteien in Syrien sind.

Erklärung des pax christi-Präsidenten Bischof Heinz Josef Algermissen, Fulda, zum Internationalen UN-Friedenstag am 21. September 2016 – Die Produktion und der Handel mit Waffen gefährden weiterhin den Frieden. Durch Rüstungsunternehmen wie Rheinmetall, Thyssen Krupp, Krauss-Maffei Wegmann/Nexter, Diehl oder Airbus Defence & Space existiert in Deutschland ein Industriezweig, der durch Entwicklung, Produktion und Verkauf von Waffen Geld verdient. Waffen sind indes keine Waren wie alle anderen, sondern sind Mittel, mit deren Hilfe Kriege geführt werden. Waffenlieferungen sind nur dorthin möglich, wo eine grundsätzliche Bereitschaft besteht, politische Konflikte notfalls auch mit militärischen Mitteln zu klären. Sie verändern regionale Machtverhältnisse und schaffen ein Klima des Unfriedens, in dem das Gefühl der subjektiven Bedrohung mit dem Erwerb von Waffen wächst. Waffenlieferungen stehen so in der Gefahr, ein Wettrüsten auszulösen und eine nachhaltige Entwicklung, die Grundlage sozialen Friedens, zu verhindern.

Vollversammlung von pax christi Würzburg – Aschaffenburg: Bei der Vollversammlung des Diözesanverbandes von pax christi am 18.2.2017 im Aschaffenburger Martinushaus stand vor allem die Diskussion um den Beschluss des Verbands der Diözesen Deutschland (VDD), bereits ab 2018 die finanzielle Förderung für pax christi einzustellen, im Mittelpunkt. Damit würden etwa 20% der zur Verfügung stehenden Geldmittel wegfallen.

Pax Christi international hat einen Brief an Trump geschrieben –

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