Pax Christi
Erklärung des pax christi-Bundesvorstandes zum 22. Juni 2016, dem 75. Jahrestag des Angriffs Deutschlands auf die Sowjetunion – Am 22. Juni 1941 setzte die deutsche Wehrmacht den Zweiten Weltkrieg mit dem sogenannten Unternehmen Barbarossa fort und überfiel die Sowjetunion. Damit eskalierte der gegen Polen und an der Westfront begonnene Angriffskrieg und sollte nun zu seinem eigentlichen Ziel geführt werden: der Eroberung weiter Territorien Osteuropas als deutsches Wirtschafts- und Kolonialgebiet. Ideologisch wurde dieser Krieg mit Vorstellungen von Minderwertigkeit der slawischen Bevölkerung und einem konstruierten „jüdisch-bolschewistischen“ Feindbild unterlegt.

Ökumenisches Gebet für den Frieden am 13. Januar 2017 –

pax christi Friedensweg in Euerbach am 3. Oktober 2016 – Die pax christi-Bewegung im Bistum Würzburg sowie die Gemeinde Euerbach laden herzlich zum Friedensweg am 3.Oktober ein. Kriege hinterlassen furchtbare und langdauernde Spuren – sichtbare und unsichtbare. Fast konnte man das in unseren Breiten seit dem Mauerfall vergessen, während in vielen Teilen der Welt blutiger Krieg herrschte. Ihr Echo hat uns mit den Kriegsflüchtlingen nun erreicht und die Gefahr nimmt zu, dass alte Drohstrukturen wiedererstehen.Die Internationale pax christi-Bewegung setzt sich seit dem Ende des 2. Weltkrieges aus christlichem Antrieb für ein Offenhalten des Gedächtnisses an die Opfer und für Frieden und Versöhnung ein. Sie unterstützt zivile Lösungen bei Konflikten, leistet Präventions- und Versöhnungsarbeit.

Erklärung zum Jahrestag der Befreiung am 8. Mai – Am 8. Mai erinnern wir an das Ende des 2. Weltkriegs, an einen Tag, der für viele Opfer von Krieg und Schreckensherrschaft ein Tag der Erlösung war. Vor allem erinnern wir aber an den deutschen Angriffskrieg, die NS-Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Der Krieg war Ursache für die Flucht von Millionen von Menschen, die damals schwer Aufnahme fanden. Diese Erfahrungen fanden ihren Niederschlag in der Genfer Flüchtlingskonvention von 1951, die bis heute den Schutz von Flüchtlingen regelt, und von den meisten Staaten der Welt anerkannt ist. Gerade für Deutschland als Auslöser des furchtbaren Weltkriegs ergibt sich als Lehre aus der Geschichte, die Grenzen für Schutzsuchende aus Kriegsgebieten offen zu halten. Weiter mahnt uns der 8. Mai daran, dass von Deutschland nie wieder Faschismus und nie wieder Krieg ausgehen darf.

Kritische Aktionäre und pax christi fordern Trennung von Westbank-Geschäftsbereich – Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre und pax christi verlangen von HeidelbergCement die Achtung und Umsetzung internationalen Rechts – auch um weiteren Schaden vom Unternehmen und den Aktionärinnen und Aktionären fernzuhalten. Bei der morgigen Hauptversammlung von HeidelbergCement fordern der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre und die pax christi-Nahostkommission sowie pax christi Baden-Württemberg die unverzügliche Trennung vom Geschäftsbereich der Tochterfirma Hanson Israel, der in dem von Israel besetzten palästinensischen Westjordanland tätig ist. Weiter wird die Trennung von Hanson Israel gefordert, sofern von dort aus die illegalen Siedlungen oder der illegale Mauerbau und die Nichteinhaltung des Völkerrechts in dem von Israel besetzten Westjordanland unterstützt werden.

Erklärung des pax christi-Präsidenten Bischof Heinz Josef Algermissen, Fulda, zum 72. Jahrestag der Befreiung Deutschlands vom Nationalsozialismus und Krieg am 8. Mai 1945 – Durch friedliche Mittel und nach den Grundsätzen der Gerechtigkeit und des Völkerrechts alle internationalen Streitigkeiten beizulegen, war die Entscheidung der Völker nach dem Zweiten Weltkrieg. Auf diese zukunftsweisende Transzendierung der grausamsten Gewalterfahrung der Weltkriege, die mit der Charta der Vereinten Nationen gelang, schaut die internationale katholische Friedensbewegung pax christi anlässlich des Gedenkens der Erlösung Deutschlands von Krieg und von der NS-Schreckensherrschaft am 8. Mai 1945 mit Hochachtung zurück. Der 8. Mai mahnt uns auch an die gemeinsame Verantwortung für dieses bisher uneingelöste Versprechen. Die Gewaltfreiheit zu unserem Lebensstil zu machen, dazu hat uns Papst Franziskus in seiner Botschaft zum fünfzigsten Weltfriedenstag im Januar 2017 aufgerufen. Der Heilige Vater erinnert das Evangelium von der Feindesliebe (Lk 6,27ff), das Papst Benedikt XVI im Angelus vom 18. Februar 2007 als die Magna Charta der christlichen Gewaltlosigkeit bezeichnet. Die christliche Gewaltfreiheit „besteht nicht darin sich dem Bösen zu ergeben […], sondern darin, auf das Böse mit dem Guten zu antworten (Röm 12,17-21), um so die Kette der Ungerechtigkeit zu sprengen.“

Jetzt transatlantischen Appell online unterschreiben! – Deutsche Version des Aufrufs unter http://neue-entspannungspolitik.berlin/de/aufruf/ Die wachsenden Spannungen zwischen der NATO und Russland beunruhigen viele Menschen auf beiden Seiten des Atlantiks. Unter dem Motto „Die Spirale der Gewalt beenden – für eine neue Friedens- und Entspannungspolitik jetzt!“ haben Persönlichkeiten aus Politik und Zivilgesellschaft aus Deutschland und den USA einen transatlantischen Appell für eine neue Entspannungspolitik mit Russland initiiert. „Immer mehr setzen die NATO und Russland auf Abschreckung durch Aufrüstung und Drohungen gegeneinander statt auf gemeinsame Sicherheit durch vertrauens- und sicherheitsbildende Maßnahmen, Rüstungskontrolle und Abrüstung. Sie missachten damit auch ihre Verpflichtungen zum Aufbau einer gesamteuropäischen Friedensordnung, zur Stärkung der Vereinten Nationen und zur friedlichen Beilegung von Streitfällen mit einer obligatorischen Schlichtung durch eine Drittpartei,“ heißt es in dem Aufruf.

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